| Richard Adolf Zsigmondy
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| * Wien, 01. April
1865 † Göttingen, 24. September 1929 In seine Zeit als Privatgelehrter in Jena fällt die Entwicklung des Ultramikroskops, mit dessen Hilfe später auch biochemische Strukturen sichtbar gemacht werden konnten. Zsigmondy ist Verfasser zweier Lehrbücher über Kolloidchemie, die zu seiner Zeit als Fach durchaus stark umstritten war. Mit Hilfe des Ultramikroskops konnten aber so gute Auflösungen (Faktor 100 000) erzielt werden, dass man einzelne Atome sichtbar machen konnte. Die Brown-Bewegung wandernder Atome wurde erstmals von Zsigmondy beobachtet. Für die Biochemie und die Molekularbiologie sind Zsigmondys Arbeiten von wesentlicher Bedeutung, weil man jetzt erstmals Proteine "sehen" konnte. Bis dahin waren es nur trübe Lösungen, die sich nicht exakt erfassen ließen. Die Arbeiten Zsigmondys führten auch zur Gründung der Göttinger Firma Sartorius Membranfilter. |
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